 |
Vormittag
Susanne hat sich am Morgen wieder fit gefühlt und wir konnten wieder gemeinsam tauchen. Nach Rücksprache
mit SUBEX haben wir beschlossen, heute mal den linken Teil des Riffs zu besuchen.
|
 |
 |
 |
Gleich nach dem Abtauchen auf dem mittleren Weg raus haben wir am 18m Korallenblock unseren Freund den
großen Zacki wiedergetroffen.
Er war echt noch am dösen so daß mir einige gute Aufnahmen gelungen sind.
|
Malabar Zackenbarsch
|
|
Wir haben uns dann nach links orientiert und auch problemlos die riesige Salatkopfkoralle, unseren Umkehrpunkt gefunden.
|
 |
 |
Nomen est Omen oder so ähnlich. Die Salatkopfkoralle war
a) nicht zu übersehen und
b) genauso wie man sie uns beschrieben hatte.
Diese Koralle wuchs wirklich auf einer Felsnadel aus der Tiefe rauf. Oben thronte diese tolle Koralle.
Die Koralle wurde für uns in den nächsten Tagen quasi zum Unterwasserleuchtturm der uns nicht nur einmal
den Weg nach Hause wies,
denn sie ist schon von weitem zu sehen.
|
Susanne an der Salatkopfkoralle
|
|
|
|
 |
 |
Es wimmelte dort vor Fahnenbarschen und sonstigen Fischen und Fischchen.
Das war wieder ein solcher Punkt an dem man Zeit ohne Ende verringen hätte
können um einfach nur zu staunen.
Susanne hat mich dann errinnert, daß wir doch nicht im Wasser zuhause
sind und zwecks Einteilung des Luftvorrats wir doch den Heimweg antreten sollten.
Wir machten uns dann auf den Rückweg überzeugt auch dabei noch
interessante Dinge kennenzulernen.
Und nach kurzer Zeit lernten wir Zorro kennen:
|
Große Salatkopfkoralle in El Quadim
|
|
 |
 |
Ich habe den Fisch Zorro getauft, weil er mich wirklich mit seinem hellen Ton und der dunkelen Augenbinde
sofort an den Rächer der Unterdrückten erinnert hat, ohne zu wissen, daß dies ein Maskenkugelfisch ist.
Den Namen habe ich dann später nachgelesen.
|
Maskenkugelfisch
|
|
Bis wir dann unseren Tauchgang nach 60 Minuten beendeten, haben wir noch eine ganze Reihe interessanter Fische gesehen.
Einige Blaupunkt Rochen, einen
echt großen Rotzahn-Drückerfisch und noch viele andere. Aber sowie die Flasche bei 0 bar leer ist, sind auch
auf einem Diafilm nur 36 Aufnahmen.
Darum gibt es leider keine weiteren Aufnahmen mehr von diesem Tauchgang.
|
Nachmittag
Am Nachmittag haben wir abgesprochen, uns zuerst in der Mitte der Bucht von El Quadim aufzuhalten
um dann später nach links in Richtung Salatkoralle zu schwimmen. Bereits nach kurzer Zeit haben
wir auf einem Korallenblock einen seltsam zotteligen Zeitgenossen getroffen.
|
|
Nach unserem Fischführer handelt es sich hier um einen bärtigen Drachenkopf. Der besonders auf
seine Tarnung vertraut und sich auch nicht durch
noch so neugierige Taucher aus der Ruhe bringen läßt. Stimmt!
|
 |
 |
Bei dem gesamten Tauchgang haben wir wieder unheimlich viel Fisch gesehen.
Auf der Sandfläche zwischen dem mittleren und linken Riff-Bereich
war wieder ein großer Teppich-Krokodilsfisch. Auch einen Gelbklingen-Nasendoktor und eine
Moses-Seezunge konnten wir ausmachen.
|
Teppich-Krokodilsfisch
|
|
Aber das Highlight dieses Tauchgangs war sicherlich der Strahlen-Feuerfisch,
der sich gemütlich von der Dünung treiben ließ und seine "Federn" elegant spreizte.
|
|
Zum Ausklang dieses echt schönen 60 Minuten langen Tauchgangs gab es dann noch einen
großen Korallenblock mit vielen schwarz/weißen Dreibinden-Preußenfischen.
|
Sonntag Nacht
Trotz des chaotischen Nachttauchgangs in diesem Jahr in Kroatien, hatte Susanne Lust, an die zwei
Tauchgänge von heute noch einen Dritten dranzuhängen.
Und das obwohl Susanne gestern ja noch wirklich krank war. Sie hat eine echte Bauern-Natur.
Schnell war abgesprochen, daß wir mit zwei anderen Tauchern einen geführten Tauchgang
mit der französischen CMAS Instruktorin Patricia machen.
Patricia hat sich viel Zeit zum Briefing genommen, einiges über die schlafenden Fische
erzählt und genau die Technik und Nachttzeichen abgesprochen.
Wir konnten also beruhigt einem interessanten Tauchgang entgegenblicken. Sie hatte uns auch
ganz neugierig auf eine Höhle gemacht, aber was es da zu sehen geben sollte,
wollte sie vorab nicht verraten.
Gleich nach dem Einstieg ins Wasser konnten wir das Leuchtplankton sehen.
Einfach mit der Hand durchs Wasser wedeln und überall gab es
kleine grünliche Leuchterscheinungen. Das war ein toller Auftakt.
Mein Eindruck in der Nacht war, daß die Menschen da echte Eindringlinge sind.
Fast alle Fische schlafen. Irgendwie alle in und zwischen die Korallen gekuschelt.
Am nettesten waren die Kugelfische, die zusammengeringelt wie ein Kätzchen auf
den Sandflächen geschlafen haben.
Es gab aber echt viel zu sehen. Beeindruckend die beiden 40cm großen
Tritonshörner, dann die Seeigel die hier nur nachtaktiv aus ihren Verstecken
kamen. Im Lampenschein hat Patricia uns dann auch Seegrasgeisterfische gezeigt.
Später haben wir dann noch einen Anemonenträger Einsiedlerkrebs gesehen.
Ein großer Kerl mit sicherlich 5 bis 6 großen Seeanemonen auf seinem
Gehäuse. Von Anfang an hat uns ein 80cm Mangrovenschnapper begleitet,
der hier gelernt hatte, wo Taucher mit Lampen sind,
gibt es was zu fressen ... einmal leuchtete Patricia einen Fisch ca.
25 cm groß der am Sandboden lag an um ihn uns zu zeigen. Der Schnapper
hat nicht lange gefackelt und mit einem Schnapp, Gulppp, weg war der Arme!
Ach ja, was war in der Höhle? Als wir schließlich alle drin waren und
wir die Lampen abschalteten .... rabenschwarze Nacht .... und dann .... viele
zuckende Lichtblitze, immer zwei nebeneinander .... was war's? Flashlight
oder auch Blitzlichtfische. Die haben unter den Augen ein Organ in dem
Bakterien leben, die diese Leuchterscheinung produzieren.
Das besondere, die Fische können das Licht ein- und wieder ausschalten
und damit ca. 50 Blitze pro Minute erzeugen. Einfach toll!
|